Gelassen wie ein Buddha…

Oh mein Gott, unfassbar!! Ich kann es selbst gar nicht glauben, dass ich diesen Beitrag nun verfasse, denn es ist für mich der erste Schritt auf meinem Weg zu mir, auf der Suche nach dem Glück. Und ich weiß, sobald ich diesen Text veröffentliche, gibt es kein Zurück mehr, dann komm ich aus der Nummer nicht mehr raus… Raus – genau das ist, was ich mir so sehr wünsche, aus der Struktur, dem Druck, allen Erwartungen. Und rein in die Freiheit, ins Abenteuer, ins Glück.

my vision

Die Frage nach dem Sinn im Leben habe ich mir und anderen in den letzten Jahren öfter gestellt. Nach meinem Bachelorabschluss war es erstmal der vernünftige Schritt, mir einen sicheren Job zu suchen. Und so kam ich nach Hamburg, wunderschön! Alles fügte sich, ich bekam innerhalb von 2 Wochen einen Job in einer Marketing Agentur, fand eine Wohnung im total beliebten Stadtteil Eppendorf und war mega happy. Ich hatte die Vorstellung davon, dass mein Leben nun endlich „richtig“ starten konnte, mit allem, was dazu gehört. Schnell war ich drin im Arbeitsalltag, energieraubende Überstunden inklusive, die mir wenig Zeit und Raum für die Dinge ließen, die mir eigentlich wichtig sind: Zeit für mich, Zeit für Sport und gesunde Ernährung, Zeit mit Freunden und Familie. Ich wurde immer unzufriedener und unglücklicher. Die Frage nach der Erfüllung im Leben kam immer näher und wurde von Woche zu Woche präsenter. Der Verstand sagte, dass es weitergehen muss und das Glück sich schon irgendwann von alleine einstellt, wenn ich erstmal die Gehaltserhöhung bekomme, tollere Urlaube machen kann oder Kinder bekomme… Mein Herz wusste, dass das nicht stimmen kann und wurde immer lauter. Nach mehreren Krankheitsphasen kam ich nicht mehr um die Entscheidung herum, mein Leben endlich in die Hand zu nehmen und zu kündigen. Frei nach dem Motto: Lass nicht zu, dass deine Ängste deinen Träumen im Weg stehen!

Der erste Schritt war getan, jetzt blieb nur noch die Frage offen, was denn die Alternative zu meinem Job ist? In einem anderen Unternehmen bewerben? Als Ernährungsberaterin selbstständig machen? Doch nach Spanien auswandern? Psychologie studieren? Ausbildung zur Heilpraktikerin? Je mehr ich alle Möglichkeiten in meinem Kopf durchdachte, desto mehr spürte ich wieder den Druck in mir hochkommen, den ich ja eigentlich loslassen wollte. Irgendwie fühlte sich das alles nicht so wirklich richtig an, jetzt einfach weiterzumachen. Was soll ich denn den ganzen Leuten sagen, die mich jeden Tag fragen, wie es für mich weitergeht? Die Antwort ist so klar und doch so schwer: Ich habe absolut keine Idee, wie es weitergeht. Ich weiß nicht, was mich erfüllt und welchen Weg ich einschlagen möchte!! Und das hat verdammt nochmal lange gebraucht, bis ich mir selbst eingestehen konnte, dass es total in Ordnung ist, auch mal keine Lösung für ein Problem zu haben, sondern eben die Phase der Unwissenheit genau als Geschenk anzusehen. Als Zeit, in der Ideen wachsen und reifen können und ich mein Herz befragen darf, welchen Weg es gerne gehen möchte.

Ohne eine Antwort ging ich auf die Reise nach Fuerteventura. Ich konnte von dem Gedanken und der Frage nach der Zukunft loslassen. Es ist wirklich verrückt zu erkennen, dass uns das Leben im richtigen Moment genau die Dinge bringt, die wir benötigen. So traf ich beim Couchsurfing auf Tom, der mich während eines Spaziergangs in den Sanddünen mit den folgenden Fragen konfrontierte: „Bist du glücklich? Und wenn ja, was ist es genau, das dich glücklich macht?“ In dem Moment kam mir die zündende Idee, die meine Augen zum Leuchten brachte: Ich möchte mich selbst auf die Suche begeben und herausfinden, was mich glücklich macht und Erfüllung bedeutet. Möchte reisen und Leute befragen, was genau für sie Glück bedeutet. Möchte Erfahrungen sammeln, die mich meinem ganz persönlichen Glück näher bringen. Möchte mit eigenen Augen sehen, was Glück für Menschen in Kuba, Mexiko und Ecuador ausmacht. Möchte mich wie Hector auf die Reise nach dem Glück begeben und mit einem Rucksack voller Erfahrungen wiederkommen. Einfach mal NICHTS tun und in mich hineinhören, worauf es wirklich ankommt im Leben. Ganz zu mir finden. Mich der Frage öffnen, wer ich wirklich bin, wenn alles im Außen wegfällt und kein Konstrukt mich in meiner Sicherheit hält. In der Hoffnung festzustellen, was es genau ist, das mich glücklich macht, wenn es offensichtlich 30 Paar Schuhe, 20 Kleider im Schrank und die tollste Wohnung in Hamburg nicht sind. Dass wahres Glück nicht von materiellen Dingen im Außen, sondern von meiner inneren Einstellung abhängt.
PROJEKT: GLÜCK. Dass der Name auf Spanisch noch viel besser zu meinem Herzenswunsch passt, war klar, weil ich die Sprache über alles liebe und die Idee letztendlich auf einer spanischen Insel entstanden ist. Außerdem möchte ich gerne bald nach Südamerika reisen und mich dort auf Glückssuche begeben – das PROYECTO FELICIDAD war geboren.

Allem voran steht meine große Vision, irgendwann gelassen wie ein Buddha dort zu sitzen. Der Buddha, der total in sich ruht, weil er weiß, dass er sein Glück frei und unabhängig von den Geschehnissen im Außen selbst wählen kann. Der weiß, worauf es wirklich im Leben ankommt und deshalb sein Glück gefunden hat.
Los geht´s also auf die Reise ins Glück! Wie fantastisch toll!! Es gibt nun wirklich kein Zurück mehr, und das ist auch gut so. Ich freue mich ohne Ende auf jeden einzelnen Moment, der mich während der Vorbereitungen und während meiner großen Reise erwartet. Juhuuuu!!

 

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