Wie du merkst, dass du wirklich deinem Herzensweg folgst

Du kennst das bestimmt so gut: Du hast einen Moment auf deinen Bauch, dein Gefühl, dein Herz gehört, warst ganz bei dir und hast genau fühlen bzw. vor deinem inneren Auge sehen können, welche Vision du hast. Du siehst deinen Lebensweg vor dir. Du weißt tief in deinem Inneren, was dir gut tut und spürst, wofür du hier bist. Ein Gefühl von Leichtigkeit und Wärme durchdringt deinen Körper, deine Augen strahlen und du hast Energie, um die ganze Welt zu umarmen. Total beseelt gehst du los, um deinen Alltag zu meistern.
Dann fängst du irgendwann an, darüber nachzudenken, und dein Verstand zählt dir in einer inneren Liste all die Punkte auf, warum deine Vision eine totale Schnapsidee und auf gar keinen Fall in die Realität umzusetzen ist. Und schon fängst du an, daran zu zweifeln und zu denken, du bist nicht gut genug dafür, zu jung, zu alt, hast zu wenig Geld etc. Und gleichzeitig fragst du dich: Wie kann das sein? Ich hab es doch so klar gefühlt, wie mein Weg für mich aussehen soll, hab ich mich da etwa geirrt? Vielleicht haben ja doch meine Freunde Recht, dass ich eh scheitern werde? Und schon steckst du voller zweifelnder Gedanken, die dich wieder von deiner Vision abbringen wollen. Im Herzen spürst du dennoch, dass sich deine innere Stimme nicht irren kann.

Auch mich beschenkt das Leben zur Zeit öfter mit solchen Situationen, ich denen ich das Gefühl habe, ich muss mich meinem Gesprächspartner gegenüber rechtfertigen. Wenn ich den Menschen von meiner Vision berichte, sind die Reaktionen total unterschiedlich. Manche von ihnen sind auf einmal verärgert und irritiert. Sie kommen damit nicht klar, dass ich „schon wieder mit einer neuen Idee um die Ecke komme“. Andere versuchen auf Teufel komm raus Ideen für mich zu sammeln, wie denn mein Leben nun weitergehen könnte, damit ich nicht vom Weg abkomme. Dabei bemerken sie gar nicht, dass ich nicht nach einer Lösung gefragt habe, weil ich die Lösung tief in mir drinnen bereits kenne. Und weiß, dass das vermeintliche Scheitern im Außen in Wirklichkeit keines ist, sondern wichtige Punkte auf dem Weg meiner Selbsterkenntnis. Wiederum andere belächeln meine Ideen. Wie gehe ich dann mit dem Gefühl um, wenn ich nicht ernst genommen werde? Mir Freunde sagen: „Ja, ja, mach du das mal. In 2 Wochen hast du deine Meinung eh wieder geändert.“ Ich nehme auch diese Erfahrung dankend an, weil ich gelernt habe, dass ich mich vor allem selbst erst einmal ernst nehmen darf. Und verurteile meine Gesprächspartner nicht für ihre Meinungen, da sie zu ihrem ganz persönlichen Lebensbild gehören und nicht zu meinen werden müssen. Eine Herausforderung, die mir immer wieder schwer fällt. Vor allem, weil ich den Grund des Unmuts nicht verstehen kann: Was kann denn daran falsch sein, dass ich mich auf die Suche nach dem Glück begeben möchte??

Und das ist genau der Punkt, an dem ich merke, dass ich nun wirklich meinem Herzensweg folge. Ich nehme alles an und verfolge trotzdem meinen Plan. Ja, ich erlaube mir, meine Meinung zu ändern. Zur Not auch jeden Tag, wenn sie sich in dem Moment für mich gut anfühlt. Ich weiß, dass mich die Fülle der Erfahrungen zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin, und das nehme ich dankbar an. Jede einzige Erfahrung, jeder sogenannte Fehler, sind alle eine Notwendigkeit, dass ich geistig wachse und mich seelisch weiterentwickeln kann. Ich lasse im Vertrauen alle begrenzenden Gedanken, Menschen und Muster los. Ich nehme Zweifel und Ängste zwar wahr, aber sie hindern mich nicht daran, weiter an mich und meine Bestimmung zu glauben.
Es ist kein Druck mehr da. Aus dem Zwang, etwas tun zu müssen, wird ein notwendiger Schritt, der sich von alleine ergibt, von Moment zu Moment. Es gibt einfach keine Alternative dazu, und ich merke, dass mich nichts daran hindern kann, weiter auf meinem Weg zu bleiben. Ängste und Hindernisse erkenne ich mittlerweile in Liebe als wertvolle Meilensteile auf dem Weg an. Das Ergebnis ist nicht im Vordergrund. Das große Geld ist nicht der Antrieb des Tuns, sondern kommt höchstens von alleine dazu, weil ich meiner Vision folge und dies ausstrahle. Das wahre Selbst übernimmt das Ruder im Leben und ich folge meinem Bauch und der Intuition.

Ich merke einfach, dass alles in Ordnung ist. Ich bin einfach mit mir im Moment und habe absolutes Vertrauen, dass sich das Leben automatisch um mich kümmern wird. Und je mehr ich auf die Zeichen achte, die das Leben mir schenkt, desto mehr nehme ich aufmerksam wahr, dass ich auch auf Menschen treffe, die mich total ernst nehmen. Die fasziniert zuhören, wenn ich von meiner Vision und meiner Suche nach dem Glück berichte. Die mir spannende Geschichten aus ihrem Leben erzählen, als sie selber an dem Punkt waren, an dem sie auf ihr Herz gehört haben.

Ich bin dankbar für jede einzelne dieser Begegnungen, egal ob sie im ersten Moment positiv oder negativ erscheinen, denn sie gehören zu meinem Lebensweg dazu. Ich sauge alles auf und schaue, was die Personen in mir auslösen. Was kann ich dadurch lernen? Ich verbinde mich wieder mit meiner inneren Kraft und gestehe mir zu, dass ich ab sofort einzig und allein der Freude folgen möchte. Ich möchte mich genau so, wie ich gerade bin und fühle, wertfrei anerkennen und mir selbst den Raum für die Weiterentwicklung geben.

 

Es gibt nichts zu tun

So oft betrachtest du dein Leben und siehst die Baustellen.
Eine Unruhe kommt auf und sagt dir, dass du etwas unternehmen musst.

Du musst die unangenehmen Gefühle loswerden, sagt die Unruhe. Du musst endlich wieder funktionieren und normal sein, sagt der Macher. Du musst etwas tun, sagt der innere Antreiber.

Doch in Wahrheit befindest du dich mitten in einem natürlichen Wandlungsprozess.

So wie im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, so lösen sich alte Strukturen aus deinem Leben.

So wie am Ende des Winters das Eis schmilzt, so lösen sich Berge von unerlösten Gefühlen. Die Tränen schwemmen das Alte fort.

So wie die zarten jungen Blättchen im Frühling hervorkommen, so zeigt sich auch in deinem Inneren das Neue, das entstehen möchte.

Deine Veränderung braucht Liebe.

Deine Veränderung braucht Geduld.

Deine Veränderung braucht Zeit.

Kannst du dich zurücklehnen, weich atmen und dich einlassen, auf den Fluss deiner Veränderung?

Kannst du vertrauen, dass die Liebe, die dich in diese Veränderung geführt hat, dich wohlbehalten in das Neue begleiten wird?

Kannst du wahrnehmen, dass es jenseits der Unruhe, der Zweifel und des Drucks nichts zu tun gibt?

Es gibt nichts zu tun.

Atme weich.

Es gibt nichts zu tun.

Atme weich.

 Quelle: Lea Hamann

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